Die Internationalen Förderklassen (IFK) am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg richten sich an schulpflichtige Jugendliche ab 16 Jahren, die erst seit kurzem in Deutschland leben und nur unzureichend Deutsch verstehen und sprechen. Diese jungen Menschen sind eingereist als Flüchtlinge, Asylsuchende, als EU-Angehörige oder als Kinder oder Ehegatten ausländischer Mitbürger/-innen.

Die IFK ist ein einjähriges Angebot in Vollzeitform und gehört zur Ausbildungsvor-bereitung. Mit ihr will das ESBK den Schülerinnen und Schülern eine Reihe von Kompetenzen vermitteln, die es Ihnen ermöglichen, sich erfolgreich in das Leben in der Bundesrepublik Deutschland zu integrieren und eine berufliche Erstausbildung oder Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Dazu gehören

  • der Erwerb bzw. die Vertiefung von Deutschkenntnissen, wozu auch elementare Kenntnisse der Fachsprache im kaufmännischen Berufsfeld gehören,
  • der Erwerb von beruflichen Kenntnissen im kaufmännischen Berufsfeld und berufliche Orientierung,
  • die Vermittlung des Verständnisses von kulturellen und gesellschaftlichen Phänomenen und Regeln in der Bundesrepublik Deutschland,
  • die Vermittlung von in der Bundesrepublik geltenden Grundwerten (Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Toleranz gegenüber anders Denkenden etc.) und der Erwerb einer sich daran orientierenden Handlungskompetenz, besonders im Umgang mit Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Orientierung.

Um dies zu erreichen, werden die Schülerinnen und Schüler besonders umfassend in Deutsch/Kommunikation unterrichtet. Darüber hinaus werden die Fächer Wirtschaft, Mathematik, Englisch, Religionslehre, Sport/Gesundheitsförderung, Politik/Gesellschaftslehre angeboten.

Für die Schülerinnen und Schüler werden in der zweiten Schuljahreshälfte im Rahmen der Maßnahme „Kein Abschluss ohne Anschluss“ des Landes NRW eine Potentialanalyse, Berufsfelderkundung und ein Praxiskurs bei einem anerkannten Bildungsträger angeboten. Schülerinnen und Schüler, die über ausreichend sprachliche Kenntnisse verfügen, können am Ende des zweiten Schulhalbjahres ein vierzehntägiges Betriebspraktikum absolvieren, um Einblicke in eine Berufstätigkeit und Berufsausbildung in Deutschland zu bekommen.

Schülerinnen und Schülern, deren Sprachkompetenz am Ende des Schuljahres dem Sprachniveau A2 entspricht und die die Voraussetzungen eines erfolgreichen Abschlusses der IFK erfüllen, erhalten einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss. Bei besonderer Qualifikation ist nach einer Prüfung der Übergang in einen weiterführenden Bildungsgang des Berufskollegs möglich.